Verwaltungstipp Herbst: Rohrreinigung Veranschlaulichung Zuständigkeiten

Laut dem Statistischem Bundesamt liegt der Anschlussgrad an Kanalnetze in Deutschland bei ca. 97,1 %. Dabei fällt eine Schmutzwassermenge von ca. 5,1 Millarden m³ Wasser an. Das sind 5.100.000.000.000 Liter Wasser pro Jahr. Der Großteil kommt aus den Haushalten von Küche und Bad. Die Belastung für die Leitungsnetze ist daher enorm. Bei breit gebauten Wohnanlagen und/oder solche mit vielen Verzugsleitungen und langen Grundleitungen bahnen sich regelmäßig Verstopfungen an. Hauptsächlich in Abwasserleitungen mit angeschlossenen Küchen treten die Verstopfungen durch das Fett auf. Die Fettbestandteile setzen sich an der Rohrinnenwand an und verengen den Innendurchmesser mehr und mehr, bis es zum "gurgeln" und "gluckern" kommt. Kurz darauf kann von einer völligen Verstopfung ausgegangen werden.

Bei Wohnungseigentümergemeinschaften gibt es dazu die Trennung zwischen Gemeinschaftseigentum und Sondereigentum. Einfach gesagt, alle Leitungen die gemeinschaftlich benutzt werden (Fall-, Verzugs, Grundleitungen) werden auch von der WEG gereinigt. Häufig sind bei Verstopfungen auch kleinen Anschlussleitungen bis zum Siffon betroffen. Hierfür kann von Seiten der WEG kein Auftrag erteilt werden. Dafür ist die Wohnung oder Gewerbeeinheit selbst zuständig. Das Bild veranschaulicht diese rechtliche Trennung: