Kein Schmerzensgeld für den Mieter wegen Beleidigung

Ein Mieter hatte seinem Vermieter gewaltig das Kraut ausgeschüttet. In der modernen Zeit beschimpft man sich dann aber nicht mehr persönlich, sondern digital. Hier per SMS mit Aussagen wie „Lusche allerersten Grades“, „Schweinebacke“ und „arrogante rotzige große asoziale Fresse“. Weil eine Strafanzeige von der Staatsanwaltschaft nicht weiter verfolgt worden war, wollte der Mieter nun zivilrechtlich gegenüber dem Vermieter vorgehen.
Die Sache ging bis zum Bundesgerichtshof. Dieser gestand jedoch kein Schmerzensgeld zu, weil die Beleidigung nur zwischen den Parteien geäußert worden war, also keine Breitenwirkung erzielte.

Gericht: 

BGH

Urteil vom: 

24.05.2016

Aktenzeichen: 

VI ZR 496/15

Urteile: 

Mietrecht