Keine Ansprüche wegen Baumängeln bei Schwarzarbeit

Die vermeintlich günstige Ausführung durch eine Firma „Samstag und Schwarz“ ist nicht nur wegen des Verstosses gegen gesetzliche Regelungen ein Problem. Auch wenn später Baumängel auftreten, sieht der Auftraggeber mit dem Ofenrohr ins Gebirge. Da ein (auch mündlicher) Werkvertrag mit einem Bauunternehmer nichtig ist, wenn (ganz oder zum Teil) Schwarzgeld gezahlt wird, kann der Auftraggeber auch keine Mängelrechte ableiten. Führt er daher bei Gericht ein Selbständiges Beweisverfahren, wird ihm dieses schon mangels rechtlichem Interesse abgewiesen. Auch der Bauunternehmer hat übrigens keinen Anspruch auf eine Zahlung.

Gericht: 

LG Siegen

Urteil vom: 

29.12.2015

Aktenzeichen: 

5 OH 17/15

Urteile: 

Wohnungseigentumsrecht